Interview mit Marcin Iwinski (Co-Gründer CD Projekt)

MCVindia.com hatte vor ein paar Tagen die Chance den Co-Gründer Marcin Iwinski von CD-Projekt zu interviewen.Thema war das Witcher-Franchise. In diesem Artikel finden ihr eine kurze Zusammenfassung des Interviews mit den wichtigsten Informationen.

Zum Thema der Systemanforderungen lässt Iwinski verlauten, dass sie ungefähr so ausfallen werden wie sie bei Release von The Witcher 2 im Vergleich zum damaligen technischen Stand gewirkt hatten. Er ist der Ansicht, dass Rollenspiele in Sachen Grafik den Shootern nicht hinterher hängen müssen und dürfen. Sie sollen einen grafisch regelrecht umhauen. Deshalb ist das Ziel von CD Projekt auch nicht ein Spiel zu machen welches auf jedem PC läuft, denn dann würde die Grafik und damit das Spielerlebnis darunter leiden. Wenn man auf jeden Fall das Spiel mit den maximalen Grafikeinstellungen spielen möchte, so sollte man über aktuelle und leistungsstarke Hardware verfügen.

CD Projekt ist bekannt für seine richtig guten Sammlereditionen der einzelnen Spiele. Für The Witcher 3 werden die Inhalte der unterschiedlichen Versionen (Collector´s Edition & Premium Edition = Standard Edition) am Beginn des Vorbestellungszeitraums, was in ein paar Monaten sein wird, bekannt gegeben. Da das Team selbst aus allerlei Geeks besteht und diese besonders auf Sammlereditionen und deren Inhalte abfahren und CD Projekt mit der Förderung physischer Inhalte gegen das Raubkopieren vorgehen will, wird es wieder tolle Inhalte für die Sammeleditionen geben, die laut Iwinski jeden Sammler zufrieden stellen sollten.

Wie bekannt, wird The Witcher 3 plattformübergreifend, auf PC, XBox und PS4 erscheinen. Das Spiel wird die neuen Konsolen bis an ihre Grenzen ausloten, dabei aber nicht sonderlich hinter dem Erlebnis welches PC-Spieler erwarten dürfen zurückbleiben.

Schon für The Witcher 2 erschien ein Modding-Kit. Für The Witcher 3 soll auch wieder eines erscheinen, allerdings viel früher als es beim Vorgänger der Fall war. Das soll nun die relativ wenigen Modifikationen für The Witcher 2 wett machen, da damals der Zug sozusagen bereits abgefahren war. Es soll dann möglich sein, eigene Abenteuer zu erstellen und mit Freunden oder anderen Spielern über ein spezielles Hub zu teilen.

Der große Erfolg The Witcher 2: Assassins of Kings sollte laut CD Projekt auch für die PS3 spielbar gemacht werden. Da die Portierung jedoch noch gut ein Jahr Zeit in Anspruch genommen hätte wurden die Arbeiten eingestellt.. Die Erstellung der Xbox-Version hatte bei Weiten nicht so lange gedauert.  Die Zeitdauer spielte unter anderem eine Rolle, da es die Produktion von The Witcher 3 verzögert hätte. Eine PS3-Version wäre zudem mit detailärmerer Grafik und langen Wartezeiten dahergekommen.

Auf die Frage, woran CD Projekt arbeiten werde, sobald Geralts Geschichte mit The Witcher 3 zu einem Ende gekommen ist, antwortet Iwinski, dass er sich darüber noch keine Gedanken machen möchte. Allerdings hat Andrzej Sapkowski (Schöpfer und Autor der Geralt-Reihe) ein neues Buch veröffentlicht. Vielleicht gibt uns das die Möglichkeit ein weiteres Abenteuer mit Geralt von Riva aus dem Hause von CD Projekt Red zu erleben.

Meist sei ein Spiel, dass für Steam oder eine ähnlichen online-zwingenden-Kopierschutz erscheint schon am Releasetag gehackt und könne illegal und ohne Kauf gespielt werden. Deshalb verzichtet CD Projekt Red bei The Witcher 3 wieder auf einen Kopierschutz (DRM) und setzt auf andere Möglichkeiten Spieler von einem Kauf der Originalversion zu überzeugen. Das können, wie bereits erwähnt die Inhalte von Sammlereditionen sein.

CD Projekt Red veröffentlichte seine Spiele fast immer selbst. Lediglich The Witcher 1 wurde von Atari gepublished, jedoch behielt CD Projekt alle Rechte. In Zukunft möchten sie alle Spiele selbst vertreiben. Iwinski meint dazu, dass man ohne Risiko nunmal nicht belohnt wird und es ihnen eben auch  um die Art des Veröffentlichens gehe. Dadurch, dass CD Projekt Red ihre Spiele selber veröffentlichen, haben sie alle Freiheiten, um ihr Produkt frei nach ihren Wünschen und Ideen zu gestalten und müssen sich nicht von ihrem Geldgeber die Suppe versalzen lassen. Eine Aussage, bei der man als Spieler nur zustimmend Nicken kann, wenn man die Patch-Debakel bei Spielen, welche von großen Publishern so schnell wie möglich auf den Markt gebracht wurden, betrachtet.

Abschließend erklärt Marc Iwinski, dass The Witcher 3 auf jeden Fall dieses Jahr erscheinen wird. Die Bekanntgabe des Releasetermin werde zeitgleich mit der Bekanntgabe der Vorbestellereditionen vonstatten gehen. Dabei möchte CD Projekt Red allerdings sicher gehen, nichts Falsches zu versprechen und den Release nicht noch verschieben zu müssen. Das Team arbeite hart an The Witcher 3 und wir würden bald wieder von ihnen hören.

Wer das komplette englische Interview samt der Fragen lesen möchte findet den Artikel auf mcvindia.com